Fritz-Höger-Preis 2020 | News Newcomer

Wenn man für den Baustoff brennt ...

Wenn Nick Chadde über Architektur spricht, dann merken seine Zuhörer sofort: Dieser junge Mann brennt für seinen Beruf, der für ihn immer auch eine Berufung ist. Chadde, mit dem Projekt „Landbad Bordenau“ Sieger des Newcomer-Awards beim Fritz-Höger-Preis 2017 für Backstein-Architektur, liebt das, was er tut. Für ihn ist Architektur der Ausdruck seines ästhetischen Empfindens und seiner Gefühle.

Nick Chadde

Sein „Gesellenstück“, das Landbad Bordenau in einer Alten Ziegelei, ist als architektonischer Ausdruck von Chaddes Leidenschaft zu verstehen. Als atmosphärische Annäherung an einen besonderen historischen Ort, den er in unserer Gegenwart transferieren wollte. Vor allem das Herzstück der Anlage, den denkmalgeschützten Zickzackofen, galt es zu erhalten.

Gewellte und glasierte Backsteinriemchen kleiden die „Bademaschine“ ein, nehmen die Vertikalität des Schornsteins mit auf und verleihen dem Bau seine Leichtigkeit. Über die Haptik werden Alt und Neu verfugt, so wird das Entwurfsprinzip gut erkennbar.

Zitieren wir am Schluss doch noch mal Nick Chadde selbst: „Wenn klamme Erde im Feuer zum facettenreichen Baustein wird, ist klar: Stein und Wasser, das ist eine Liebesbeziehung.“ Besser kann man es nicht formulieren!

 

Zur einreichung 2020
EINSENDESCHLUSS: 30. APRIL